Ars legendi-Preis für
exzellente Hochschullehre
Der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) loben zum achten Mal den mit 50.000 Euro dotierten "Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre" aus.
Die Auszeichnung soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Gütekriterium für Hochschulen etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen profiliert werden.
Der Preis wurde bisher in jährlich wechselnden Disziplinen bzw. Fächergruppen verliehen. Mit dem Ars legendi-Preis 2013 wird erstmalig ein neues Konzept verfolgt: Statt einer Disziplin/Fächergruppe wird künftig eine spezifische Lehrsituation den Fokus der Ausschreibung bilden. Den Auftakt macht die
Lehre in der Studieneingangsphase.
Der Preis wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin – ggf. auch stellvertretend für ein Team – für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung speziell in der Studieneingangsphase verliehen. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität sowie der beratenden Unterstützung der Studierenden ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre in der Studieneingangsphase gegeben hat.
Vorschläge können von Fakultäten und Fachbereichen oder den Fachschaften eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind zulässig. Bewerbungsschluss war der 14. Dezember 2012.
Der Preisträger/die Preisträgerin sollte möglichst viele der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
Lehre unterstützt Orientierung und Lernprozess
- Die Lehre hilft den neuen Studierenden beim Perspektivenwechsel von der Schule zur Hochschule und beim Überwinden von Anonymität. Sie stärkt das Selbstvertrauen der Studierenden und fördert Zusammenarbeit, Teambildung und Vernetzung.
- Die Lehre regt zu Offenheit und Neugier an und verhilft Studienanfängern zu einer nachhaltigen Motivation und Eigenverantwortung für ihr Studium.
- Die Lehre geht flexibel auf unterschiedliche Zielgruppen sowie auf die Diversität innerhalb einer Gruppe ein und berücksichtigt diese bei der Veranstaltungsplanung.
- Die Lehre ist studierendenzentriert und gründet auf Respekt vor und Dialogbereitschaft mit den Studierenden sowie auf angemessenen Regeln für die Kommunikation zwischen Lehrendem und Studierenden.
- Die Lehre hilft den Studierenden, eigene Zugänge zum Lernen zu finden.

Hohe Professionalität in der Lehre
- Er/sie verfügt über umfassendes hochschuldidaktisches Know-how, insbesondere im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen der Studieneingangsphase, und bildet sich regelmäßig weiter.
- Er/sie ist für die Studierenden erreichbar und begegnet ihnen mit Empathie und Aufmerksamkeit. Er/sie bietet Lernbegleitung und Orientierungshilfe, auch bei lebens- und arbeitsweltlichen Fragen.
- Er/sie verfügt über ein breites Repertoire an – insbesondere aktivierenden und interaktiven – Lehr- und Prüfungsformen, die er/sie den jeweiligen Lernzielen und Lerngruppen entsprechend einsetzen kann.
- Er/sie kann die Studierenden motivieren. Seine/ihre Lehre findet besondere Anerkennung unter Studierenden und Kolleg/inn/en.

Beiträge zu hervorragenden Studiengängen
- Der Lehre liegt ein klares Studiengangskonzept – mit besonderer Berücksichtigung der Studieneingangsphase - zugrunde.
- Die hochschuldidaktische Leitidee (z.B. forschendes Lernen, problem- oder projektorientiertes Lernen) wird in der Studieneingangsphase aufgegriffen und für die Studierenden erkennbar.
- Er/sie reagiert auf studentisches Feedback und setzt dieses nachweislich zur Optimierung der Lehrveranstaltung ein.

Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte
- Er/sie fördert die Implementierung innovativer Lehrkonzepte und –methoden sowie die Vernetzung unter den Lehrenden, gerade in der Studieneingangsphase.
- Er/sie leistet wesentliche Beiträge zum Diskurs über die Qualität der Lehre in der Studieneingangsphase, etwa über lehrbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte, insbesondere unter Einwerbung von Drittmitteln. Seine/ihre Projekte wurden als best practice ausgezeichnet und werden von Kolleg/inn/en oder anderen Fakultäten aufgegriffen.
- Er/sie engagiert sich an der Schnittstelle Schule-Hochschule.

Wissenschaftliche Tätigkeit
- Seine/ihre Lehre ist forschungsbezogen und führt die Studierenden in der Studieneingangsphase in geeigneter Weise an die Wissenschaft heran.
- Er/sie dokumentiert in der Lehre, dass er/sie innerhalb der eigenen Disziplin, aber auch interdisziplinär und international vernetzt ist.
- Er/sie verfügt über Sichtbarkeit und Ausstrahlung über die Hochschule hinaus.
Den auf dem vorbereitenden Workshop gehaltenen Impulsvortrag von Prof. Dr. Heribert Nacken (RWTH Aachen) zu exzellenter Lehre in der Studieneingangsphase können Sie als interaktive Präsentation anschauen.
Hinweis: Javascript und Flash müssen aktiviert sein.
Audio-Slidecast in einem Popup-Fenster starten
PDF-Download
Die Preisträger
|
FakultätenpreiseNeben dem Ars legendi-Preis |







