Profil und Kooperation

Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen haben Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung in einem gemeinsamen Programm gefördert.


Um flexibel auf die Anforderungen des Forschungsförderungs- und Bildungsmarktes sowie auf das wirtschaftliche Umfeld reagieren zu können, müssen kleine und mittlere Hochschulen Akzente setzen, Stärken ausbauen und mit einem charakteristischen Leistungsprofil um öffentliche und private Mittel werben. Das bedeutet aber auch, dass Teile von Einrichtungen, die sich auf Dauer nicht als leistungsstark erweisen, umstrukturiert, neu profiliert oder ggf. auch aufgegeben werden müssen.

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Vielfältige Exzellenz

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Die von Stifterverband und CHE organisierte Konferenz am 25./
26. Mai 2009 hat Möglichkeiten
zur Herausbildung exzellenter Hochschulprofile jenseits eines
auf Spitzenforschung verengten Exzellenzbegriffes aufgezeigt.
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LinkInfo und Download der
blank_blauPräsentationen
 

Darüber hinaus kann es sinnvoll
sein, Kompetenzen verschiedener
Hochschulen zusammenzuführen
und sich in Verbünden wechsel-
seitig zu ergänzen. Ziel solcher
Kooperationen und strategischen
Schwerpunktsetzungen sollte es
letztlich sein, eine eigene "Marke"
zu schaffen, unverwechselbare
Hochschulprofile in Forschung
und Lehre herauszubilden,
attraktive Studien- und
Weiterbildungsangebote zu
entwickeln, neue Forschungsperspektiven zu eröffnen und Ressourcen
effektiver zu nutzen.

In einem Wettbewerb wurden im Dezember 2007 fünf Hochschulen ausgewählt, um sie über zwei Jahre hinweg mit jeweils 400.000 Euro bei der Umsetzung ihrer Wettbewerbsstrategien zu fördern:

Leuphana Universität Lüneburg

  • Innovatives Studienmodell mit College, Graduate School und Professional School sowie unterschiedlichen Forschungszentren
  • Vorgeschaltetes, grundlegendes Leuphana-Semester zu wissenschaftlicher Verantwortung und Methoden – Tenor: Studium ist Auseinandersetzung mit Wissenschaft und keine Berufsausbildung
  • "Leuphana" entwickelt sich zur Bildungsmarke mit hohem Wiedererkennungswert
  • Langfristiger Entwicklungsplan der Universität mit externer Begleitung

 

Fachhochschule Kiel

  • Studienangebot für Berufstätige, die nach Bachelor und Praxisjahren einen Master-Abschluss anstreben, in enger Kooperation mit Unternehmen
  • Kooperation mit Schwesteruniversitäten im Ausland – Studiengänge werden gemeinsam entwickelt, Studienleistungen wechselseitig anerkannt, Studierende bei Auslandsaufenthalten organisatorisch unterstützt
  • Erfolgreiche Tochtergesellschaft für die Patentverwertung

 

Fachhochschule Nordhausen/Technische Universität Clausthal-Zellerfeld

  • Die beiden Hochschulen arbeiten als "Hochschulregion Harz" über die Landesgrenzen hinweg zusammen: in der gleichberechtigten Nutzung von Forschungsinfrastruktur, mit gemeinsamen Forschungsprojekten und einem gegenseitigen Angebot von Studienmodulen.
  • Lehr- und Forschungspläne werden auf Anforderungen der regionalen Wirtschaft abgestimmt.
  • Nebeneffekt der guten Kontakte zur Wirtschaft: überdurchschnittlich hohes Aufkommen an Drittmitteln

 

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

  • Profilbildung durch Kooperation mit Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Institutionen in der Region Nord-West, aber auch grenzüberschreitend mit der Universität Groningen
  • Zusammenarbeit soll in der Gründung einer Nowetas-Stiftung münden (Nowetas = Nord West Universitas)
  • Fonds soll Anschubfinanzierung für weitere Kooperationen in der Küstenregion ermöglichen

 

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

  • Klares Profil durch die intelligente Kooperation einer sehr kleinen Hochschule mit zum Teil erheblich größeren Partneruniversitäten
  • Studiengänge mit Partnerhochschulen aus dem In- und Ausland, in die die Hochschule ihre Kernkompetenz im Bereich der nachhaltigen Forstwirtschaft einbringt (zum Beispiel: Doppeldiplom mit der Larenstein University/Niederlande)