Wissenschaft interaktiv
Der Publikumspreis „Wissenschaft interaktiv“ von Wissenschaft im Dialog und Stifterverband geht 2012 in die fünfte Runde. Diesmal geht es um das Thema "Zukunftsprojekt Erde".
Teams aus PR-Experten und Wissenschaftlern aller Disziplinen sind aufgerufen, Ideen für ein interaktives Exponat einzureichen, das der Öffentlichkeit anschaulich wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt. Die Bewerber können technologische, gesellschaftliche, soziale oder auch ethische Fragestellungen zum Thema "Zukunftsprojekt Erde/Nachhaltigkeit" aufgreifen.
Aus allen Projektskizzen wählt eine Jury die drei interessantesten Vorschläge aus. Für deren Umsetzung erhalten die Teams jeweils 8.000 Euro. Im Rahmen des Wissenschaftssommers in Lübeck vom 2. bis 6. Juni 2012 werden sich die ausgewählten Teams dem Publikum präsentieren. Hier entscheiden die Lübecker per Abstimmung, welches Projekt gewinnt und das Preisgeld von 10.000 Euro für die Umsetzung neuer Kommunikationsprojekte mit nach Hause nehmen kann.
Der Preis soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ihrer Institution fördern, um neue Formen der Kommunikation anzuregen. Insbesondere jungen Wissenschaftlern soll der Wettbewerb ermöglichen, ihre Forschung und deren Ergebnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln. Er wird von der Initiative "Wissenschaft im Dialog" und dem Stifterverband ausgeschrieben und durch die Schering Stiftung gefördert.
Die drei Projekte im Finale 2012
Reise in die Welt der Bakterien
Das Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie nimmt die Besucherinnen und Besucher mit in die Welt der Bakterien. An vier interaktiven Stationen erfahren sie, welche Rolle die Mikroorganismen für das Leben auf der Erde haben und wie sie zum Beispiel zur Gewinnung und Umwandlung von Stoffen genutzt werden können.
Leben und Arbeit der Stadtbäume
Das Netzwerk.Forum zur Biodiversitätsforschung am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung macht mit dem Projekt "Baum-Flatrate" die Leistung von Stadtbäumen sichtbar und zeigt, welchen ökonomischen Wert Stadtbäume haben. An einer Experimentierstation können die Besucher wie bei einem modularen Handyvertrag Leistungen des Baumes dazu buchen und so erleben, welch vielfältige Aufgaben Bäume in der Stadt erfüllen.
Die grüne Lunge der Erde
Mit dem "Dreieck der Nachhaltigkeit" geht das Institut für Geoinformatik der Universität Münster in das Rennen um die Publikumsgunst. Thema ist die fortschreitende Abholzung des Amazonas-Regenwaldes, wobei die Besucherinnen und Besucher nicht nur über die mittelbaren und unmittelbaren ökologischen Folgen informiert werden, sondern auch etwas über die Gründe erfahren, die es für die Abholzung der "grünen Lunge" der Erde gibt.
Preisträger 2011: Die Haut – mein heiliges Häuschen
Das Team des Universitätsklinikums
Schleswig-Holstein, Campus Kiel,
ermöglicht einen Einblick in Funktions-
weise und Aufbau der Haut. In acht
begehbaren Modellen erläutert es
neben den Grundfunktionen auch Er-
krankungen wie Neurodermitis oder
Verletzungen der Haut, beispielsweise
durch Tattoos oder Piercings.
In der interaktiven Wanderausstellung mit dem Motto "Werde zum Baumeister
Deiner Hautschicht!" lernen Kinder spielerisch die Haut und ihre häufigsten
Störungen kennen. Komplexes Wissen wird verständlich erklärt und weiter-
führende Schautafeln zeigen den neuesten Stand der Forschung. Besucher
erhalten zudem Pflegehinweise und können die "Baumeister-Tipps" am eige-
nen Körper erfahren.
Die ersten Stationen führen in die Eigenschaften der Haut ein. Sie erklären
anschaulich die verschiedenen Schichten der Haut, die die Gefäße und Nerven
sowie Hautanhangsgebilde wie Haare und Schweißdrüsen führen.
Im zweiten Teil der Ausstellung erfahren die Besucher, was passieren kann,
wenn das Organ Löcher aufweist oder Hautschichten zerstört werden. Als
Beispiele dienen Mückenstiche, Piercings und Tattoos. Ein weiteres Thema
sind Hautprobleme aller Altersklassen, insbesondere Neurodermitis, eine der
häufigsten, nicht-infektiösen Kinderkrankheiten, ihre Ursachen und der Umgang
mit der Erkrankung.
Ansprechpartnerin
Ansprechpartner bei
Wissenschaft im Dialog:
Christian Kleinert
Wissenschaft im Dialog
Charlottenstraße 80
10117 Berlin
T: (030) 206 229 530
F: (030) 206 229 515
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| Aktueller Stand Die drei ausgewählten Projekte präsentieren sich vom 2. bis 6. Juni 2012 auf dem Wissen- schaftssommer in Lübeck. Wettbewerbspartner Wissenschaft im Dialog Wettbewerbsförderer Schering Stiftung |