Die internationale Hochschule

Stifterverband und Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) schreiben zum dritten Mal den Preis „Die internationale Hochschule“ aus: 2012 stehen Strategien für den Studienerfolg ausländischer Studierender im Mittelpunkt.


Der Preis wird jährlich verliehen und stellt jeweils verschiedene Aspekte der Internationalität deutscher Hochschulen in den Vordergrund. Er soll die besondere Bedeutung von Internationalisierung für die Profilbildung und Positionierung der deutschen Hochschulen sichtbar machen.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Fachexperten in einem zweistufigen Verfahren. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro kann zur konzeptionellen Weiterentwicklung der internationalen Strategie der Hochschule sowie zur Implementierung neuer Maßnahmen in diesem Feld verwendet werden.


Ausschreibung 2012

Bewerber sollten schlüssig und überzeugend darlegen, wie die internationale Ausrichtung in die Gesamtstrategie ihrer Hochschule eingepasst ist. Internationalität wird dabei als selbstverständliches Element einer auf Wettbewerbsfähigkeit ausgerichteten Hochschule vorausgesetzt, sollte aber auch als Chance für die fachliche und methodische Weiterentwicklung von Studium und Lehre begriffen und plausibel gemacht werden. Bereits Erreichtes wird ebenso gewürdigt wie die Vision der Hochschule. Als Leitfrage sollte im Vordergrund stehen, wo sich die Hochschule mittelfristig regional, national und international positionieren möchte und mit welcher internationalen Ausrichtung dieses Ziel am besten erreicht werden kann.

Zur Bewerbung eingeladen sind staatliche und private Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen. Ausgezeichnet wird die Hochschule als Ganzes. Einzelne Fakultäten, Initiativen oder Projekte können sich nicht bewerben. Allerdings wird der Darstellung von Einzelmaßnahmen in der Regel ein erheblicher Stellenwert zukommen, da sich an diesen belegen lässt, wie strategische Ziele in nutzerorientierte Angebote und messbare Erfolge umgesetzt werden. Besonderes Gewicht sollte auf der Vorstellung von Pilotprojekten liegen, die über die beteiligten Einrichtungen hinaus in die ganze Hochschule ausstrahlen.

Die diesjährige Ausschreibung legt den Schwerpunkt auf Strategien und Maßnahmen, mit denen der Studienerfolg ausländischer Studierender gesichert und weiter ausgebaut werden kann. Die Bewerbung sollte darlegen, welche für diese Zielsetzung geeigneten institutionellen Strukturen und Verfahren an der Hochschule eingeführt und etabliert wurden. Ferner ist (ggf. anhand von Pilotprojekten) zu zeigen, in welchem Maße die Verankerung neuer methodischer, fachlicher und/oder integrativer Ansätze sowie die gezielte Nutzung der zur Verfügung stehenden Maßnahmen den Studienerfolg steigern. Dabei sollte auch darauf eingegangen werden, wie die Hochschule den Voraussetzungen und Erwartungen der ausländischen Studierenden bei der Anwerbung, Vorbereitung zur Zulassung, Begleitung im Studium bis hin zur Vorbereitung auf den Berufseinstieg in Deutschland gerecht wird.

Am 13. Juli 2012 endet die Frist zum Einsenden der Bewerbungen. In der 41. Kalenderwoche wählen die Gutachter die Finalisten aus. Diese stellen sich am 4. Dezember 2012 im Rahmen der Tagung "Strategien für den Studienerfolg ausländischer Studierender" in Berlin vor. Aus ihnen wird dann der Preisträger ausgewählt.


Preisträger 2011


Mit der Bauhaus Universität Weimar wurde eine kleine Universität mit großer Tradition und künstlerischem Profil als Internationale Hochschule 2011 ausgezeichnet. Sie ist ausgesprochen international ausgerichtet: 60 Prozent der deutschen Studierenden gehen ins Ausland. 15 Prozent der Studierenden und 9 Prozent der Lehrenden stammen aus dem Ausland. Entsprechend nachhaltig sind internationale Aspekte in der Lehre verankert. 40 Prozent der Lehrveranstaltungen finden in einer anderen Sprache als dem Deutschen statt, 50 Prozent sind international.


Preisträger 2010


Ausgezeichnet wurde die Hochschule Reutlingen. Die erste Ausschreibung hatte
den Schwerpunkt auf Strategien und Maßnahmen, mit denen die Auslandsmobi-
lität der deutschen Studierenden im Zeichen von Bologna gesichert und perspek-
tivisch weiter ausgebaut werden kann. Dabei geht es sowohl um die quantitative
Steigerung als auch um die Erhöhung der akademischen und berufsbezogenen
Qualität der Ausbildungsabschnitte im Ausland sowie um deren Anerkennung
bzw. Einpassung in die Curricula an der Heimathochschule.

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